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Obst- und Gartenbauverein Gerbrunn e.V.

Blog-Beitrag

Wasser sparen im Garten: Fachvortrag von Gärtnermeister Elmar Müller

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Gerbrunn lud zu einem informativen Abend rund um das Thema „Wassersparen im Garten“ ein. Gärtnermeister Elmar Müller führte durch die Veranstaltung und vermittelte praxisnahes Wissen zu einem Thema, das angesichts zunehmender Trockenperioden immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Ein zentraler Punkt des Vortrags war die Bodenpflege. Herr Müller betonte die große Bedeutung des Mulchens als einfache und effektive Methode, um die Verdunstung des Wassers aus dem Boden zu verhindern. Auch das Liegenlassen von herausgezupften Beikräutern ohne Samenstände oder Gemüsereste könnten helfen, die Feuchtigkeit zu bewahren und dient gleichzeitig der Düngung. Alternativ könne gemulcht werden, wobei jedoch bei Rindenmulch auf eine ausreichende Stickstoffzufuhr zu achten sei, um den Boden nicht auszulaugen.

Interessant war auch der praktische Tipp zur Herstellung von Mulch aus Herbstlaub: Die Blätter werden auf dem Rasen verteilt, leicht mit Gesteinsmehl und ggf. Rasenschnitt bestreut und anschließend mit dem Rasenmäher zerkleinert. Das Ergebnis ist ein feiner, nährstoffreicher Mulch, der vielseitig im Garten eingesetzt werden kann.

Ein oft unterschätzter Arbeitsschritt sei zudem das regelmäßige Hacken des Bodens. Dabei werden die feinen Kapillaren in der oberen Bodenschicht unterbrochen, wodurch weniger Wasser an die Oberfläche gelangt und verdunstet.

Zur nachhaltigen Bodenverbesserung kann man Gründüngung wie z.B. Senf anbauen. Deren Wurzeln lockern den Boden, verrotten zu Humus und schaffen gleichzeitig Kanäle, durch die Wasser besser in tiefere Schichten gelangen kann. „Nur ein lebendiger Boden ermöglicht es Pflanzen, Nährstoffe optimal aufzunehmen“.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der richtigen Pflanzenauswahl. Man kann den Garten in verschiedene Zonen einteilen: Bereiche für Pflanzen mit hohem Wasserbedarf, Zonen für genügsame Gewächse und spezielle Trockenbereiche, etwa für Lavendel. Diese Struktur erleichtert nicht nur die Pflege, sondern spart auch gezielt Wasser und Zeit.

Wichtig sei auch der richtige Zeitpunkt des Gießens: dieser ist in den sehr frühen Morgenstunden, damit weniger Wasser verdunstet und Schnecken- und Pilzbefall minimiert werden. Außerdem lieber seltener und intensiver gießen, damit die Wurzeln mehr in die Tiefe wachsen.

Abschließend ging Herr Müller auf Bewässerungstechniken ein. Tropfsysteme, die Wasser langsam und kontinuierlich an den Boden abgeben, sind deutlich effizienter als herkömmliche Rasensprenger. Richtig eingesetzt (seltener, dafür mehrere Stunden) fördern sie das Tiefenwachstum der Wurzeln und reduzieren gleichzeitig die Verdunstung. Dabei kann man einen Filter einsetzten, damit die feinen Düsen nicht verstopfen. Zudem verbessert ein einfacherer Druckminderer die Tropfenbildung. Größere Pflanzen, wie Bäume, lassen sich mit der kostengünstigen Kübellösung besonders effizient bewässern, indem die Kübel mit einem kleinen Loch gezielt dort platziert und befüllt werden, wo die Bäume das Wasser am besten aufnehmen - an den äußeren Wurzelenden. Diese liegen in etwa im Bereich des Kronenrandes.  

Der Abend zeigte eindrucksvoll, dass bereits mit einfachen Maßnahmen große Einsparungen möglich sind – ein wichtiger Beitrag zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen Wasser, Zeit und Geld.

 

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