Weltgarten WITTENSTEIN und Gasthaus Lutz
- 26. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Mai
Text: Andrea Stiegler
Foto: Marion Büchner

Am Freitag, 13.05.2026, fand die Halbtagesfahrt des Obst- und Gartenbauvereins Gerbrunn in den Weltgarten der Firma Wittenstein statt. Mit fast 40 Gartenfreunden ging es mit dem Bus nach Igersheim. Keinem war bis dahin bewusst, welchen botanischen Schatz wir dort heben würden, und den wenigsten war das Unternehmen mit dem markanten Edelstahl-Logo bekannt. Was hat auch ein Industrieunternehmen mit Botanik zu tun? Wir haben es auf spannende Weise erfahren können.
Das familiengeführte Aktien-Unternehmen hat sich auf Getriebebau spezialisiert und ist weltweit in vielen Ländern vertreten. Getriebe wurden jedoch nicht besichtigt, sondern zahlreiche Bäume der verschiedensten Arten überall auf dem Betriebsgelände. Wie kann das sein? Der Anstoß war ein diplomatischer Akt zwischen Wittenstein und der japanischen Vertretung. Japan überreichte einen besonderen Baum, ein Fuji-Kirsche, als Willensbekundung, um existierende Unstimmigkeiten zu überwinden. Er war der erste Baum, der im Betriebsgelände seinen Platz bekam. Wir konnten ihn besichtigen und bewundern aber leider nicht in voller Blüte – Japan ist ja für seine Kirschblüte berühmt. Ca. 500 Gehölze sollten danach folgen. Alles Bäume und Sträucher aus den Ländern, in denen Wittenstein tätig ist – eine großartige Idee. Eben ein Weltgarten – ein richtiges Welt-Arboretum ist dadurch entstanden. Es ist das erste, bis jetzt einzige, das von einem Industrieunternehmen in dieser Art in Deutschland angelegt wurde und weiterhin wächst. Jeder Baum hat seine Geschichte und seine ganz spezielle Eigenart, was wir auf unserer Führung von Frau Marion Betz erfahren konnten. Zu erwähnen ist der markante Geweihbaum aus Nordamerika, dessen Äste sich wie ein Geweih verzweigen und ähneln oder der Riesenmammutbaum, der eine Höhe von über 100 m erreichen kann – schon spektakulär!
Von Dr. Dr. Richter wurde dazu in einem sehr interessanten Vortrag die Entstehungsgeschichte der Gärten - von den Hängenden Gärten in Babylon, über die Klostergärten, den englischen und französischen Gärten bis in die heutige Zeit - gehalten. Wenn man sich nur alles auf Anhieb merken könnte!
Zum Abschluss hatten wir eine schöne gesellige Runde im Gasthof „Lutz“ in Giebelstadt mit sehr leckeren Gerichten. Erwähnenswert sind auch die ausgestellten Bilder, gemalt vom Bruder des Wirtes. Neugierig? Einfach mal einen Ausflug machen. Das Eis dort stammt aus eigener Produktion und wurde gelobt.
Und nun: Ein ganz großartiges Dankeschön gehört unserem stellvertretenden Voritzenden Bruno Kraft gesagt, der alles organisiert und unserem geschätzten Busfahrer Günter Kraft, der uns in bewährter Weise wieder sicher durch den Verkehr manövriert hat.
Wir danken für den Vortrag zur Gartengeschichte Herrn Dr. Dr. Thomas Richter von der Ratsapotheke in Gerbrunn, Herrn Florian Trunk von der Firma Wittenstein für die Vorstellung des Familienunternehmens, seine Begleitung durch den Nachmittag und Bereitstellung des Tagungsraumes nebst Kaffee und kalten Getränken und Frau Marion Betz für Ihre aufschlussreiche Führung durch die Geschichte und Biologie der Bäume im Firmengelände Wittenstein.
Das Gelände der Fa. Wittenstein ist öffentlich zugänglich, so dass jeder die beschrifteten Bäume eigenständig besichtigen kann und besonders diejenigen, die nicht auf unserer Fahrt dabei sein konnten.






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